Essenz des Augenblicks

Christo Daskaltsis, mehrfach prämierter Künstler aus Berlin, präsentiert seine Werke bei Liebkranz auf der Galerienmeile Auguststraße in Berlin Mitte.

Der vitale Gestalter agiert erfolgreich im angewandten Design, seine Arbeiten wurden erneut 2013 mit dem iF Communication Design Award gewürdigt, und in der Kunst mit viel beachteten Ausstellungen in Paris, Amsterdam und Berlin. Die Bilder des Künstlers sind wie Freunde:
vertraut und voller Überraschungen. Farbstrukturen und Lichtverläufe ergänzen einander zu reflektierenden Wänden.

Christo Daskaltsis, 1969 in Düsseldorf geboren, ist Meister der Entgrenzung. Fern der Alltagshektik findet der Künstler den sphärischen Kern, die Essenz des Augenblicks. Die Spuren menschlichen Lebens wecken sein Interesse. Seine Momentaufnahmen sind Liebeserklärungen an die Veränderung, den Wandel, die Erneuerung. Sie loten tief nach der menschlichen Seele, stellen das je Besondere heraus und suchen nach dem vitalen Geist.

Die Bilder des Künstlers atmen Vertrautheit. Sie sehen aus, als wären sie schon immer da gewesen. Denn sie rücken in die Wahrnehmung, was uns alltäglich begegnet. Strukturen, Oberflächen, Stimmungen scheinen unserer Umwelt zu entstammen: Fluchten, Mauern, Räume ebenso wie Tageszeiten, Lichtbrechungen und schließlich die eigenen wechselnden Verfassungen.

Die Werke bestehen aus changierenden Farben und Materialien, die bis zu 100 Lagen aufgetragen sind. So schimmert Altes hindurch, leuchtet Neues daneben, bewegen sich die Strukturen ineinander. Im Prozess der Malerei entsteht die ganz eigene Welt, immer und immer wieder verfeinert, bis sie leicht und selbstverständlich daher kommt.

Christo Daskaltsis studierte Kunst an der Academie des Beaux Art in Paris, Design an der Akademie für Design und Kommunikation in Schwerte sowie Klavier und Komposition am Robert Schumann Institut in Düsseldorf. Zwischen den Leidenschaften für Malerei und Musik gewann die Malerei und Musik zog in seine Bilder ein: Form gewordene Empfindungen. Zudem arbeitet Christo Daskaltsis als Designer seit 1995 zunächst in Düsseldorf, seit 2002 in Berlin.

Demut und Achtsamkeit schenkt er allem, was ihn umgibt. In seinem Dasein und in seiner Veränderung. Auf diese Weise gelingt ihm eine Intensität im Moment, die wiederum ihre eigene Aura schafft. Diese Aura ist voller fast kindlicher Verwunderung und
sie ist selbstbewusst.

Die Werke des Künstlers sind leise und intensiv zugleich, prachtvoll im Pianissimo. Sie drängen sich nicht auf und können so zu vertrauten Begleitern werden. Sie sind da, wie ein guter Freund, wenn man ihn braucht. Sie spiegeln mit ihrer Tiefe und Leidenschaft den Moment. Sie schenken so Hoffnung und bringen in der Betrachtung immer neue Facetten zu Tage.

Sinn
Fragil, flüchtig, flatterhaft zeigt die Stadt ihr wechselvolles Gesicht. Christo Daskaltsis sucht darin die Konstanten: visuelle Eindrücke im Pianissimo. Fern der Alltagshektik findet der Künstler den sphärischen Kern, die Essenz des Augenblicks. Stille Begegnungen mit Empfindungen, Wahrnehmungen, Gerüchen, Flächen, Formen entfesseln den kreativen Transformationsprozess.
Stadtquartier und Parks inspirieren Christo Daskaltsis gleichermaßen. Die Spuren menschlichen Lebens wecken sein Interesse. Seine Momentaufnahmen sind Liebeserklärungen an die Veränderung, den Wandel, die Erneuerung. Sie loten tief nach der menschlichen Seele, stellen das je Besondere heraus und suchen nach dem vitalen Geist.

Syntax
Mehrschichtig wie die Spuren des Alltags entstehen die Bilder. Immer und immer wieder übermalt, übergossen, neu aufgetragen gewinnen die Farben und Flächen ihre Bezüge. Neue Inspirationen gewinnen Form, einzelne Bereiche treten heraus. Malerei entfaltet sich im Tun und verweilt im Resultat.
Die Energie aus der physischen Entgrenzung, die den Maler treibt, immer wieder neu die Schichten der Zivilisation zu durchbrechen, schichten sich gleichsam symbolisch auf der Leinwand übereinander. Im Prozess der Auseinandersetzung mit dem puren Spiel aus Farben und Materialien in der Begrenztheit der Fläche treten die Zeichen der Zivilisation wie im Brennglas hervor.

Sympathie
Die Bilder von Christo Daskaltsis sind selbstverständliche Begleiter. Sie drängen sich nicht auf. Demütig und selbstbewusst zugleich haben sie ihren Auftritt immer dann, wenn der Betrachter sich einlässt. Jeden Augenblick neu entfalten die Intensität der Farben, die Konkretheit der Materialien und der Reichtum der Assoziationen ihre Anziehung.
Lautlos und konsequent wandelt sich die Kompaktheit des Bildes in Transparenz und enthüllt Energie. Das Bild selbst ist Bewegung, unmittelbare Wahrnehmung, immer wieder neu ein Erlebnis. Das Déjà-vu der eigenen Empfindsamkeit und die Verwunderung über die künstlerische Klarheit verschmelzen in eine Beziehung des immer wieder neu Entdeckens: sanft geführt und intensiv berührt.

 

 

Thessaloniki Egnatia, 2010, 02, 90 x 100 cm, Acrylic on Canvas
Thessaloniki Egnatia, 2010, 01, 80 x 80 cm, Acrylic on Canvas
Milan Via Spiga, 2010, 01, 70 x 100 cm, Acrylic on Canvas
Berlin Muenzstrasse, 2011, 04, 100 x 100 cm, Acrylic on Canvas
Milan Via Spiga, 2010, 03, 70 x 80 cm, Acrylic on Canvas
Berlin Woertherstrassee, 2011, 03, 90 x 100 cm, Acrylic on Canvas
Milan Via Spiga, 2010, 02, 80 x 80 cm, Acrylic on Canvas
Berlin Woertherstrassee, 2011, 04, 80 x 80 cm, Acrylic on Canvas
Berlin Bleibtreustrasse, 2011, 01, 80 x 100 cm, Acrylic on Canvas
Firenze Via Del Moro, 2013, 01, 120 x 160 cm, Acrylic on Canvas
Paris Rue Madeleine, 2013, 01, 160 x 120 cm, Acrylic on Canvas
Berlin Linienstrasse, 2012, 02, 100 x 100 cm, Acrylic on Canvas
Berlin Muenzstrasse, 2011, 01, 100 x 100 cm, Acrylic on Canvas
Berlin Muenzstrasse, 2011, 03, 80 x 80 cm, Acrylic on Canvas
Berlin Auguststrasse, 2012, 01, 100 x 100 cm, Acrylic on Canvas
Berlin Linienstrasse, 2012, 01, 100 x 100 cm, Acrylic on Canvas
Firenze Via Del Moro, 2013, 02, 100 x 100 cm, Acrylic on Canvas
Berlin-Prenzlauer Allee, 2011, 12, 100 x 100 cm, Acrylic on Canvas